Warum die Pflegeversicherung eine Grundabsicherung ist

Die soziale oder private Pflegepflichtversicherung beteiligt sich an den pflegebedingten Aufwendungen. Sie übernimmt jedoch nicht automatisch alle tatsächlich entstehenden Kosten. Eigenanteile, Unterkunft, Verpflegung oder zusätzliche Unterstützung können das Familienbudget belasten.

Die konkrete Leistung richtet sich unter anderem nach dem festgestellten Pflegegrad und danach, wie die Pflege organisiert wird. Deshalb ist eine pauschale Aussage zur persönlichen Versorgungslücke nicht sinnvoll.

Drei Fragen für die persönliche Pflegevorsorge

  1. Wo möchten Sie versorgt werden?Zu Hause, im vertrauten Umfeld oder in einer stationären Einrichtung?
  2. Wer kann sich kümmern?Welche Unterstützung ist innerhalb der Familie realistisch und welche Hilfe müsste organisiert werden?
  3. Welche Kosten müssten Sie selbst tragen?Welche Rücklagen, laufenden Einnahmen und bestehenden Absicherungen stehen zur Verfügung?

So entsteht ein belastbarer Überblick

Eine Bestandsaufnahme bringt vorhandene Verträge, Rücklagen und mögliche familiäre Unterstützung zusammen. Erst danach lässt sich beurteilen, welche finanzielle Lücke verbleiben kann und welche zusätzliche Absicherung zur persönlichen Situation passt.

Weitere Informationen finden Sie bei unseren Themen Gesundheit und Zusatzschutz sowie private Vorsorge. Die gesetzlichen Grundlagen und aktuellen Leistungsübersichten veröffentlicht außerdem das Bundesministerium für Gesundheit.

Häufige Fragen zur Pflegevorsorge

Reicht die gesetzliche Pflegeversicherung aus?

Nein. Sie ist eine wichtige Grundabsicherung, deckt die tatsächlich entstehenden Pflegekosten aber nicht vollständig. Wie groß die persönliche Lücke ist, hängt von der individuellen Situation ab.

Wovon hängen die Leistungen der Pflegeversicherung ab?

Entscheidend sind unter anderem der festgestellte Pflegegrad und die Frage, ob die Versorgung zu Hause oder stationär erfolgt.

Wann sollte man sich mit Pflegevorsorge beschäftigen?

Am besten, bevor ein konkreter Pflegefall eintritt. Dann lassen sich Wünsche, familiäre Unterstützung, Rücklagen und bestehender Versicherungsschutz ohne Zeitdruck einordnen.

Welche Form der zusätzlichen Vorsorge passt?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Finanzielle Belastbarkeit, gewünschte Versorgung, vorhandene Rücklagen und bestehende Verträge sollten gemeinsam betrachtet werden.

Persönlich einordnen

Wie sieht Ihre persönliche Pflegelücke aus?

Wir bringen Versorgungsideen, Rücklagen und bestehenden Schutz in eine verständliche Struktur. Ohne Versicherungsdeutsch und ohne pauschale Tarifempfehlung.

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